Peru

Massentourismus olé

  • 2. März 2013

Keine Südamerikareise ist komplett ohne ihn und seit er für die Öffentlichkeit zugänglich ist, zieht er jeden Tag tausende von Touristen an. Natürlich wollten auch wir ihn gesehen haben – den sagenumwobenen Machu Picchu.

Bereits in Cusco ist unübersehbar, dass in der Umgebung etwas Grosses sein muss. Während sich in den bisherigen Ortschaften der Stadtplatz jeweils in den Händen der lokalen Bevölkerung befand, ist in Cusco der „Plaza de Armas“ unter der Kontrolle der Gringos. „Bauchtäschli“ und T-Shirts mit Aufdrucken wie „Machu Picchu“, „Peru“ oder „Adventure“ soweit das Auge reicht.

Wieder einmal werden wir sanft daran erinnert, dass weiterhin Regenzeit ist. Einige Zugangswege zum Machu Picchu sind infolge Erdrutsche gesperrt. Doch die peruanische Regierung weiss natürlich um den Wert ihrer „Cash Cow“ und setzt alles daran, dass der Touristenstrom nicht abbricht. Somit erreichen wir mit Umwegen die Ortschaft Aguas Calientes, von wo aus der Machu Picchu besucht wird. Unser Hostel-Besitzer erklärt uns, dass im Februar absolute Low-Season sei, da Regenzeit. Normalerweise habe es 4-5x so viele Leute – aha…

Am nächsten Tag machen wir uns noch vor der Morgendämmerung auf die Socken um etwas Vorsprung auf die Tages- und Bustouristen zu haben. Nach einem zügigen Marsch (wir sind ja mittlerweile geübt) geht der Plan auf und wir sind bei den Ersten, welche auf das Gelände dürfen.

Was die Inkas auf diesem Bergrücken in unzugänglichem Gelände vollbracht haben, ist wirklich bemerkenswert und rätselhaft! Sie kannten weder Rad noch Eisenwerkzeuge, doch der Machu Picchu besteht aus unzähligen Terrassenbauten, die der Stabilisierung und Ackerwirtschaft dienten. Es gibt perfekte Steinmauern und ein grossartiges, unterirdisches Abflusssystem. Und trotzdem: Die Inkas herrschten für nur 100 Jahre.

Wir schlendern durch die Ruinen und verschaffen uns von einem Hügel (Wayna Picchu) noch einen anderen Blick auf die mystische Stadt. Doris konnte es natürlich nicht lassen ein Lama zu provozieren, bis es sich mit einer Spuckattacke rächte. (Leider/Glücklicherweise sind die Viecher nicht sehr treffsicher)

1 Comment on Massentourismus olé

  • Andy says:
    3. März 2013 at 09:07

    typisch Dodo=)
    Ja und de Berg isch ja de Hammer 😉

    Antworten

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