Malaysia

Paradies: letzte Tage

  • 14. November 2013

Seit dreissig Minuten dröhnt der Motor unablässig in unseren Ohren. Aua, Kopfschmerzen… Doch dafür ist jetzt keine Zeit. In der Theorie sollte das Boot einfach über das Wasser gleiten, doch unser Schnellboot springt eher von Welle zu Welle. Scheiss Wellen. Scheiss Monsun. Wir versuchen im Rücken schön locker zu bleiben. Mit mässigem Erfolg, das Boot schlägt immer wieder steinhart auf.

Durchgeschüttelt erreichen wir eine Insel vor der Ostküste Malaysias im Südchinesischen Meer. Wir finden jemanden der noch ein einfaches Bett vermietet, fast gratis zu dieser Jahreszeit. Jetzt regnet es in Strömen. Schön dumme Idee zu Beginn der Monsunsaison hierherzukommen. Das Paradies ist geschlossen, wir gehen dann mal schlafen.

Meistens nicht, aber manchmal schon: Schlafen kann ein echter Problemlöser sein. Als wir am nächsten Tag aufwachen, ist schönstes Wetter und die Insel ist der Hammer: Türkisfarbenes Meer, dann weisser Sandstrand, dann Dschungel. Seit Kolumbien packen wir das erste Mal wieder unsere Taucherbrille und Schnorchel aus und befinden uns ein paar Minuten später inmitten eines gigantischen Aquariums. Wir schwimmen mit Wasserschildkröten und Riffhaien, doch unser eigentliches Highlight sind die Korallen mit den vielen bunten Fischen. Zum ersten Mal sehen wir lebendige Korallen und erst noch in allen möglichen Farben! Die Heimat von Nemo und seinen tausend Kollegen – wir sind berührt, fasziniert!

Es sind Tage zum Träumen. Wir verbringen viel Zeit im Wasser und lernen von den Malaysiern, wie Kokosnüsse gepflückt werden. Was sich später noch als hilfreich herausstellen wird, mit Pulau Kapas steuern wir nämlich anschliessend eine weitere Insel an.

Diese kleine Insel teilen wir nur noch mit einer handvoll Einheimischen und Reisenden, dafür mit umso mehr Leguanen und Moskitos. Erneut verbringen wir viel Zeit mit Schnorcheln, doch gibt es nun immer öfters lange Regenschauer. Und als das letzte Restaurant schliesst, wird auch das Essen knapp. Wasser, Kokosnüsse und eine halbvolle Glacebox (immerhin mit Magnum Chocolate Brownie) sind nun unsere gemeinsame Ernährungsquelle. Das Leben im Paradies ist simpel 🙂

Wiederwillig und nur wegen dem Hunger und dem immer stärker werdenden Monsun verlassen wir drei Tage später schlussendlich das Paradies Richtung Festland. Dort angekommen verzogen sich die fulltime-bohemians in ein Restaurant und wurden des Essens während drei Stunden nicht müde.

6 Comments on Paradies: letzte Tage

  • Igor says:
    14. November 2013 at 16:52

    Hat das Fondue-Gen noch nicht angeschlagen? Bei uns ists jetzt nämlich Zeit dafür.
    Das Wetter hat sich nun definitiv“erkältet“ und mit ihm die Leute 😉

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  • Clerc says:
    15. November 2013 at 15:59

    Beend there, done that. 😉 Hab auf Perhentian Kecil Tauchen gelernt… also… eigentlich im Wasser. Ich gratuliere euch noch nachträglich um 1 jährigen! Ein bisschen neidisch bin schon… aber Fondue und Raclette helfen über den Schmerz hinweg… machts gut und bis…bald?

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  • Mena Theres says:
    19. November 2013 at 10:56

    Hallo zusammen. Geniesst Malaysia, mir hat es auch sehr gefallen, wir hatten zum Glück nicht die Monsunzeit :-). ganz liebe Grüsse

    Antworten

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