Southeast Asia

Plan B

  • 31. Januar 2014
Plan B

Seit 2 ½ Monaten sind wir in Südostasien unterwegs – Singapur, Malaysia, Brunei Darussalam und Myanmar. Wie weiter? Die Klassiker Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam klingen logisch und so reisen wir Richtung Kambodscha. Doch was wir in Thailand und Kambodscha erleben, ist an Surealität kaum zu überbieten. Es geht uns nun zu oft um Holzofenpizzas, die nicht so gut schmecken wie zuhause oder von wo man die besten Drogen für die nächste a) Vollmond, b) Halbmond oder c) Gar-kein-Mond-Party herkriegt, während ein paar Strassenzüge weiter Arbeiter erschossen werden, weil sie für einen...

Read more

Sonderbares Bangkok

  • 22. Januar 2014
Sonderbares Bangkok

Silvester feiern wir mit zig Tausenden in Bangkok. In den nächsten paar Tagen wollen wir uns erholen, Myanmar hat auf unterschiedlichste Art und Weise viel Kraft gekostet, das merken wir erst jetzt so richtig. Wir geniessen leckern thailändischen Streetfood – der auch in den dunkelsten Strassenecken von Bangkok als ultra-sauber und hochwertig daherkommt :) Dazwischen entdecken wir Bangkok. Wir benutzen das riesige Busnetz, lassen uns treiben und finden dabei Unmögliches und Witziges. Wer bei Khao San Road oder MBK eher von Fluchtgedanken erfasst wird, für den haben wir zwei Alternativen,...

Read more

Work in Progress

  • 16. Januar 2014
Work in Progress

Nach einem halben Jahrhundert der Isolation kam die Öffnung plötzlich und wohl selbst auch für viele Burmesen etwas unerwartet. Myanmar wirkt auf uns jedenfalls wie eine riesige geistige Baustelle. Die Diktatur hat in der Vergangenheit alles Potenzial erstickt, deshalb erscheinen die neuen Möglichkeiten nun grenzenlos. Junge Erwachsene erzählen uns auf einer langen Busfahrt von ihren Zukunftserwartungen: So zu werden wie die übrige Welt. Das heisst in etwa: Jeans statt Longyi für die Jungs. Anti-Aging-Energy-Q10plus-Gesichtscreme statt Thanaka für die Mädchen. Doch ob es mit den Demoktratiebemühungen...

Read more

Liebes Tagebuch…

  • 11. Januar 2014
Liebes Tagebuch…

Tagebucheintrag vom 18.12.2013 03:05 Uhr: Laufen oder Fahren? Die Frage stellt sich nicht wirklich, der Tuk Tuk-Fahrer hat zwar am Abend noch hoch und heilig versprochen, dass er uns auf jeden Fall vor der Unterkunft abholen wird, doch nun fehlt von ihm jede Spur. War ja klar, also geht’s zu Fuss los. Als Belohnung lauern uns in jeder Strasse streuende Hunde auf. Tagsüber haben sie im dichten Verkehr von Mandalay nichts zu melden. Doch nachts, da sind die Strassen ihr Hoheitsgebiet. Mit lautem Gebell rennen die Viecher auf einen zu. Locker bleiben, bellende Hunde beissen nicht. Cyrill gab uns mal einen...

Read more

Im Bann der Tempel

  • 2. Januar 2014
Im Bann der Tempel

Es hat sich gelohnt, dass wir am Vortag einen Augenschein vor Ort nahmen, uns dabei die wichtigsten Weggabelungen eingeprägt haben. Nun eine Stunde vor Sonnenaufgang liegt die ganze Steppenlandschaft noch in kompletter Dunkelheit vor uns. Im schwachen Licht der Stirnlampen sehen sich die vielen Abzweigungen der Sandpisten zum verwechseln ähnlich. Immer wieder bleiben wir mit unseren Velos im Sand stecken, dann ist schieben angesagt. Nach einer Stunde strampeln haben wir ihn erreicht. Den Tempel unserer Wahl. Wir nähern uns der Strohhütte neben dem Tempel. Dort lodert ein kleines Feuer,...

Read more

Der erste Eindruck zählt

  • 17. Dezember 2013
Der erste Eindruck zählt

Klar, wir kennen Aung San Suu Kyi. Doch wie nennt man ihr Heimatland? Burma, Myanmar oder doch Birma? Wir sind verwirrt. Und wie heisst überhaupt dessen Hauptstadt? Könnten wir natürlich alles im Internet nachgucken, doch mit dem Reisen ist es wie mit dem Essen: Es zu tun, ist tausendmal eindrücklicher als darüber zu lesen. Durch die abrupte politische Öffnung des Landes im Jahre 2011 ist die Ausstellung eines Besuchervisas nun nur noch Formsache und in Kuala Lumpur schnell erledigt. Seit diesem Herbst gibt sich Myanmar sogar besonders international: Ausländer dürfen neu auch über den Landweg...

Read more

1 Malaysia

  • 14. Dezember 2013
1 Malaysia

In der Ferne hören wir den Ruf des Muezzins. Sein Gebet wird allerdings fast vollständig von lauter Bollywood-Musik übertönt, die aus dem Lautsprecher des Handyshops dröhnt. Ein paar Meter davon entfernt geniessen wir leckeren StreetFood – es gibt indisch angehauchtes Roti Canai zum Frühstück. Dazu schlürft Michu eine Tasse Kopi’O, Doris trinkt ihr geliebtes Milo und gemeinsam beobachten wir ein paar Chinesen beim Morgensport. Malaysia, das ist multikulti Deluxe: 51 Prozent der Bevölkerung sind (islamische) Bumiputras. 24 Prozent sind Chinesen, 11 Prozent gehören indigenen Völker...

Read more

Wir Kinder vom Dschungel

  • 4. Dezember 2013
Wir Kinder vom Dschungel

Tropische Früchte: Selbst gefunden. Fleisch: Wahlweise aus der persönlichen Zucht oder was einem im Dschungel eben gerade so vor die Flinte läuft. Reis: Vom eigenen Feld. So sehen hier unsere typischen Mahlzeiten aus. Tief im Dschungel von Borneo erleben wir die unglaubliche Gastfreundschaft einer Iban-Community. Doch von Anfang an. Um zu beweisen, dass Mann nicht mehr Teenager ist, war die Iban-Volksgruppe in der Vergangenheit für ihre Kopfjäger berüchtigt. Heute ist dieses Ritual zum Glück nicht mehr nötig. Dafür verlassen die jungen Männer heutzutage für eine Weile ihre Iban-Gemeinschaft,...

Read more

Das Seifenblasenland

  • 25. November 2013
Das Seifenblasenland

Dürfen wir vorstellen: Seine Majestät, Sultan Haji Hassanal Bolkiah Mu'izzaddin Waddaulah ibni Al-Marhum Sultan Haji Omar Ali Saifuddien Sa'adul Khairi Waddien. Wer einen so langen Namen hat, der darf natürlich auch gleich Staatsoberhaupt, Premier-, Verteidigungs- und Finanzminister sein. Zumindest im winzigen Sultanat Negara Brunei Darussalam auf Borneo. Diktatur! Denken wir. Arbeitstier! Meint der Bruneier dazu. Sultuan Haji scheint nicht gerade die Bescheidenheit in Person zu sein. Ein Palast mit 1‘788 Zimmer, ein Fuhrpark mit über 5‘000 Luxusschlitten – um nur zwei Beispiele zu nennen....

Read more

Paradies: letzte Tage

  • 14. November 2013
Paradies: letzte Tage

Seit dreissig Minuten dröhnt der Motor unablässig in unseren Ohren. Aua, Kopfschmerzen… Doch dafür ist jetzt keine Zeit. In der Theorie sollte das Boot einfach über das Wasser gleiten, doch unser Schnellboot springt eher von Welle zu Welle. Scheiss Wellen. Scheiss Monsun. Wir versuchen im Rücken schön locker zu bleiben. Mit mässigem Erfolg, das Boot schlägt immer wieder steinhart auf. Durchgeschüttelt erreichen wir eine Insel vor der Ostküste Malaysias im Südchinesischen Meer. Wir finden jemanden der noch ein einfaches Bett vermietet, fast gratis zu dieser Jahreszeit. Jetzt regnet...

Read more